Das Sprachstudium der Gesellschaft Jesu in Japan im 16. und 17. JahrhundertTadao Doi
MN 2:2 (1939) pp. 437–65
Am 15. August 1549 landete der hl. Francisco Xavier zusammen mit P. Cosme de Torres und Br. João Fernandez in Kagoshima. Das grösste Hindernis, das sich ihrem Unternehmen, der christlichen Mission in Japan, entgegenstellte, war der Mangel genügender Sprachkenntnis, um den Japanern die christliche Lehre erklären und verständlich machen zu können. Am 5. November 1549, zweieinhalb Monate nach seiner Ankunft in Japan, schrieb Xavier in einem Brief von Kagoshima an seine Mitbrüder im Kolleg von St. Paul zu Goa: “Verleih du, o Gott, uns die Sprache, dass wir dich ihnen (den Japanern) künden können.” Und weiter schreibt er, dass sie, gleich wie kleine Kinder, beginnen müssten, Japanisch zu lernen. Das wenige Japanisch, das Xavier und seine Begleiter damals konnten, hatte sie Br. Paulo de Santa Fé gelehrt. Dieser war mit ihnen von Goa gekommen und hatte sie in seine Vaterstadt Kagoshima begleitet. Paulo selbst hatte in seiner Jugend jedoch keine besondere Vorbildung erhalten, und so war das Japanisch, das die ersten Glaubensboten von ihm lernten, in vieler Hinsicht ungebildet und nicht fehlerfrei. Xavier seinerseits bemühte sich von Anfang an, alle christlichen Ausdrücke möglichst ins Japanische zu übertragen.